Im Winter verschwinden sie vollständig aus unserer Wahrnehmung, doch sobald die Böden tauen, kriechen sie aus ihren Erdlöchern und liefern zwischen Februar und April ein groteskes Bild: Amphibien, die zu Tausenden beim Queren der Straße von Autos überrollt werden. Alles, was an ihr kurzes hüpfendes oder kriechendes Dasein erinnert, ist ein handtellergroßer Fleck am Asphalt. Wolfgang Lanner setzt sich bei der steiermärkischen Landesstraßenverwaltung dafür ein, dass diese Situation verbessert wird.

Harte Handarbeit zum Hauptabendprogramm 

In der Steiermark sind etwa 450 bekannte Amphibienwanderstellen an Landesstraßen identifiziert. Davon werden rund 70 aktiv betreut. Das heißt, entweder gibt es eine fixe Anlage oder es gibt Helferinnen und Helfer, die dort während der Frühjahrswanderung arbeiten. Die manuelle Rettung ist die weitaus gängigere Maßnahme. Dabei werden mobile Schutzzäune, sogenannte Krötenzäune, entlang der Straßen aufgestellt und davor Kübel in den Boden eingegraben. Die Amphibien fallen in die Gefäße und können so gesammelt und händisch über die Straße getragen werden. Das ist der Stand der Technik.  

Die Querung einer Landstraße, auf der Autos mit 100 km/h vorbeirauschen, ist auch für die Helfer:innen nicht ungefährlich. Lanner hat hier schon einiges erlebt: „Ich habe das früher mit Kindern gemacht. Doch das ist sehr gefährlich und musste ich überdenken. Die sind gleich auf die Straßen gelaufen und haben alles eingesammelt, was dort rumgehüpft ist.“ Dazu kommt, dass die Tiere täglich in der Dämmerung und besonders gerne bei Schlechtwetter wandern. Das heißt, sie müssen genau zum Hauptabendprogramm gesammelt, gezählt und einzeln über die Straße getragen werden. Sonst sterben sie qualvoll in den Kübeln. Eine lückenlose Betreuung ist entscheidend bei der Unterstützung der Tierwanderung. Empfohlen werden mindestens vier Personen pro Strecke für einen zuverlässigen Dienstplan. Und das über einen Zeitraum von mehreren Wochen. „Das ist wirklich harte Handarbeit. Eine Person allein schafft das nicht. Es braucht immer eine Vertretung, falls einmal jemand krank wird oder zu Ostern ein paar Tage nicht da ist”, weiß Lanner aus Erfahrung. Darüber hinaus sind die Krötensammler:innen dazu angehalten, ausführliche Fanglisten zu führen, um in Zukunft dauerhafte Baumaßnahmen an bestimmten Straßenabschnitten durchsetzen zu können. Trotz der Strapazen ist die Beteiligung der Bevölkerung sehr hoch. Familien, Lehrer:innen oder ganze Gemeinden werden zu Held:innen des Alltags, oft organisiert über die Berg- und Naturwacht.  

Ein holpriger Weg für den Naturschutz 

Bei den Amphibien-Rettungsaktionen handelt es sich um temporäre Schutzmaßnahmen. Langfristigen Naturschutz im Straßenbau umzusetzen, ist schwierig und kostspielig. Dauerhafte Anlagen wie Leitwände und Amphibientunnel können nur bei neuen Straßen oder Belag-Sanierungen und Umbauten angebracht werden. „Wird eine Straße nur im Bestand verbessert, gibt es kein naturschutzrechtliches Verfahren. Und somit habe ich keinen Bescheid, dass etwas für den Naturschutz gemacht werden muss. Da geht es dann nur um den politischen Willen, ob etwas passiert oder nicht.” Umso wichtiger sind die von den Helfer:innen und der Berg- und Naturwacht gesammelten Daten als Grundlage für bauliche Verbesserungen. Im Vergleich zu anderen Bundesländern ist die Steiermark beim Schutz der Tiere aber gut aufgestellt: Die Landesstraßenverwaltung stellt das Material für die temporären Zäune bereit. Beim Auf- und Abbau der Zäune sowie der Lagerung unterstützen die Straßenmeistereien. Außerdem ist die steiermärkische Berg- und Naturwacht sehr gut organisiert und hat Tausende Mitglieder, die zahlreiche Wanderstellen betreuen. Hier können Interessierte lernen, wie die Amphibien-Rettung funktioniert.  

Mach mit bei roadkill.at 

… denn mit deinem Handy kannst du Leben retten und die Forschung unterstützen! 

Beim österreichweiten Citizen-Science-Projekt Roadkill werden überfahrene Wildtiere von Freiwilligen gemeldet und so erstmals sichtbar gemachen, wo Tiere besonders gefährdet sind. Diese Daten helfen, gezielt Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Querungshilfen zu planen. Jede Meldung zählt und trägt direkt dazu bei, Tiere besser zu schützen. 

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Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse

Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse

13. Okt. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

Interessen und Intensität der Halb- oder Ganztagestour werden individuell angepasst.

Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Die Bezahlung erfolgt bequem per Kreditkarte oder Direktüberweisung.

Auf Wunsch ist auch eine Zahlung nach Rechnungserhalt möglich - hierfür genügt eine kurze Kontaktaufnahme.

 

Gibt es Beispiele für solche Touren?
Eine Übersicht über bestehende Standard-Touren steht hier zur Verfügung. Darüber hinaus können auch individuelle thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten festgelegt werden. Auf dieser Basis wird ein:e passend qualifizierte Ranger:innen organisiert.

Ist auch die Buchung von Bergwanderführer:innen oder Bergführer:innen möglich?
Bei anspruchsvollen Wanderungen in alpine Gipfelregionen sowie bei Kletter- oder Schitouren wird die Begleitung durch Bergwanderführer:innen oder Bergführer:innen empfohlen. Eine entsprechende Übersicht ist hier zu finden.

Darf ich meinen vierbeinigen Freund mitbringen?
Die Mitnahme von Hunden ist nicht erlaubt.

Erwachsene, Jugendliche
Familien, Erwachsene mit Kindern
Kinder und Jugendliche
Gruppen

Treffpunkt und Zeitpunkt wird gemeinsam mit dem Guide bei Buchung vereinbart

Geführte Touren sind ganzjährig möglich.

€ 230,00 für eine Halbtagestour (bis zu 5 Stunden), € 330,00 (bis zu 8 Stunden) für eine Ganztagestour mit eine:m Nationalpark Ranger:in

Buch dir deinen Guide - Privat-Tour im Nationalpark Gesäuse

Unsere Nationalpark Ranger:innen machen diese exklusive Führung zu einem maßgeschneiderten Naturerlebnis!

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen unscheinbaren blauen Käfer besonders? Bei dieser individuell gestalteten Führung greifen die Ranger:innen diese und viele weitere Fragen auf und setzen gewünschte Schwerpunkte.

Das Infobüro in Admont vermittelt gerne erfahrene Nationalpark Ranger:innen. Anfragen sind telefonisch unter +43 (0)3613 / 21160-20 oder per E-Mail an info@nationalpark-gesaeuse.at möglich. Alternativ steht eine einfache Direktbuchung zur Verfügung: Datum auswählen, Halb- oder Ganztag festlegen – die gesamte weitere Organisation übernimmt der Nationalpark.

Die Buchungsabwicklung und Bezahlung erfolgen über das Infobüro des Nationalparks Gesäuse in Admont.

Ergänzend dazu bieten Gesäuse Partner der Kategorie „Outdoor Anbieter“ ein vielfältiges Programm an individuellen Touren und Erlebnissen – von Rafting, Kletter- und Wandertouren bis hin zu Schitouren im Winter.

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Der Fährte folgen
Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

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13. Okt. |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

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Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

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Verbundlinie Auskunft: www.verbundlinie.at

Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

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Panoramarundfahrt im Nationalpark Gesäuse
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