Im Alpenvorland, wo Naturoasen vielerorts schwinden, lässt eine Lehrerin neue Vielfalt sprießen: Susanna Staudinger verwandelt eine Wiese in eine bunte Streuobstwiese für Vögel, Schmetterlinge und Wildbienen – und in ein Freiluftklassenzimmer, das junge Menschen mit der Natur verbindet. Die Erfolge wachsen längst über Blüten und Früchte hinaus, denn ihr Wirken zieht weite Kreise in der Region.

Für ihr Engagement wurde Staudinger und ihrem Schwarm an begeisterten Kindern zu den Gewinnern der Initiative #streuobst von Blühendes Österreich gekürt.

Von der Wildnis zum Naturparadies

Vor zwanzig Jahren kaufte Staudinger ein altes Haus am Bachufer. Damals war der Garten verwildert. Heute ist dort ein kleines Naturrefugium entstanden: Eisvögel jagen über dem Wasser, Fledermäuse kreisen in der Dämmerung, Siebenschläfer huschen durch die Baumkronen.

Nun wächst dieses Refugium weiter. Angrenzende Flächen wurden übernommen und in eine artenreiche Streuobstwiese verwandelt. Die jungen Bäume – im Herbst 2024 gepflanzt – blühten bereits im ersten Frühjahr, einige trugen sogar Früchte.

„Zwetschken, Äpfel, Birnen, Quitte, Kirsche, Mirabelle, Walnuss – alle haben den ersten Winter gut überstanden“, sagt Staudinger. Rund 50 Obstbäume stehen inzwischen auf der Fläche, etwa 20 davon neu gesetzt: robuste, alte Sorten. Eine Hecke aus Schlehe, Weißdorn, Weiden, Haselnuss und Vogelbeere fasst das Gelände ein – Schutzraum, Windbremse und Lebensraum zugleich.

Lernen unter Kronen: Kinder entdecken Natur

Die Wiese ist nicht nur ein Obstgarten, sondern ein Lernlabor. Schüler:innen des Bildungscampus Vöcklabruck begleiten das Projekt vom Pflanzplan über den Baumschnitt bis zur Ernte. „Im März haben wir gemeinsam geschnitten – das war Arbeit, aber vor allem ein Erlebnis, das als Erinnerung bleibt“, erzählt Staudinger. Auch das Sensenmähen feiert hier eine Renaissance. Nach der Premiere folgte ein zweiter Kurs – beide ausgebucht. „Man spürt, wie sehr Menschen wieder lernen wollen, im Rhythmus der Natur zu arbeiten.“

 

Die Nachtigall singt wieder

Mit neuen Hecken, gepflegten Altbäumen, Blühflächen, Benjeshecken und einem Sandarium kehrt die Artenvielfalt zurück. Die Zahl der Vögel steigt sichtbar. „Unsere neuen Brutkästen waren heuer alle belegt. Wir haben über 60 Vogelstimmen aufgenommen“, sagt Staudinger. Käuzchen und Spechte sind da, Meisen – und sogar eine Nachtigall, die gebrütet hat.

Besonders profitieren die Insekten. Mit regionaler Saat, Kompost und lockerem Boden entstehen Nahrungs- und Brutplätze für Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Gefährdete Arten wie die Große Mauerbiene, Mai-Langhornbiene oder Wald-Pelzbiene könnten hier künftig Fuß fassen.

Auch die Nachbarschaft macht mit. „Eine Nachbarin hat mich überredet, noch eine Wiese zu kaufen“, erzählt Staudinger lachend. Ein ehemals skeptischer Nachbar staunt heute über jedes neue Blütenband. Und die Benjeshecke, zur Freude von Igeln, wird bereits nachgebaut. Ihre Vielfalt­saktionen dienen anderen schon als Vorlage.

Für die Schule ist das Projekt ein Erfolg: Sie wurde als engagierteste Schule Oberösterreichs in der Kategorie Tierschutz ausgezeichnet. Das Preisgeld fließt zurück in die Naturoase.

Im Jahreskreis folgen weitere Aktivitäten: Im Frühjahr wird zuerst geschaut, welche Pflanzen und Insekten den Winter überstanden haben. Im Sommer mähen die Schülerinnen die Wiesen mit der Sense. Im Herbst werden zum Tag des Apfels alte Lederäpfel gedörrt und die Obstbäume fachgerecht geschnitten. Beim Wildbienenfest wird zudem das Insektenhotel gereinigt – ein Rhythmus, der jedes Jahr von Neuem beginnt.

Wenn Vielfalt heimkehrt, um zu bleiben

Mit Unterstützung von Blühendes Österreich entsteht in Vöcklabruck ein wertvolles Trittsteinbiotop – ein Ort, an dem die blühende, flatternde und summende Vielfalt in ihre Landschaft zurückfindet und Kinder erleben, dass ihr eigenes Tun Wirkung zeigt.

Die junge Streuobstwiese wird wachsen, Früchte tragen, Arten beherbergen – und Menschen miteinander verbinden. Aus einer einzelnen Idee entsteht so ein Gefüge der Hoffnung: für Wildbienen, für Vögel, für Pflanzen. Und für eine Generation, die den Wert vom Naturjuwel Streuobstwiesen begreift und weiterträgt.

 

Mehr Informationen zum Projekt

 

Über #streuobst

Die BILLA-Stiftung Blühendes Österreich, die ARGE Streuobst Österreich und die BILLA Regioscouts rufen mit #streuobst Projekte ins Leben, die den Erhalt artenreicher Streuobstwiesen fördern. Seit 1965 sind rund 80 % dieser Lebensräume in Mitteleuropa verschwunden. Der Wettbewerb unterstützt Initiativen, die Biodiversität sichern, Wissen weitergeben und regionale Landwirtschaft stärken.

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Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

Buch dir deinen Guide – Privat-Tour mit einem/r Nationalpark Ranger:in

27. Okt |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

€ 320,- (Pauschalbetrag Ganztag), € 220,- (Pauschalbetrag halbtags)

Gibt es Beispiele für derartige Touren?
Ja, Sie können sich gerne hier (Link zu Buch dir deinen Guide auf der Website) einen Überblick über unsere Standard-Touren verschaffen. Sie können sich aber auch gerne einfach thematische Schwerpunkte, Routen oder Aktivitäten wünschen und wir organisieren eine:n genau für Ihre Bedürfnisse passende:n Ranger:in.

Ich möchte auch gerne eine:n Bergwanderführer:in oder eine:n Bergführer:in buchen – wo ist das möglich?
Bei schwierigen Wanderungen in alpine Gipfelregionen, Klettertouren oder Schitouren sollten Sie sich von Bergführer:innen oder Bergwanderführer:innen begleiten lassen. Die Kosten liegen bei Bergwanderführer:innen bei € 320,- pro Tag und bei Bergführer:innen ab € 480,- pro Tag, je nach genauer Anforderung. Wenden Sie sich gerne an uns, wir vermitteln Sie weiter.

Öffentliche Verkehrsmittel

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Verbundlinie Auskunft: www.verbundlinie.at

Reisen Sie zu unseren Veranstaltungen, wenn möglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln an oder benützen Sie im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99). Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 6,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen finden Sie hier. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse finden Sie hier.

 

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen kleinen blauen Käfer besonders? Unsere Ranger:innen gehen bei einer exklusiven Führung auf Ihre Fragen ein und vermitteln dabei das Herzensanliegen unseres Nationalparks: die Werte der Wildnis. Unsere Ranger:innen stimmen ihre Führungen individuell auf Ihre Wünsche, Vorstellungen und Interessen ab.

Wenden Sie sich an das Informationsbüro in Admont und wir vermitteln Ihnen gerne eine:n erfahrene:n und bestens geeignete:n Nationalpark Ranger:in. Anfragen unter der Tel: +43(0)3613/21160-20; info@nationalpark-gesaeuse.at, oder Sie nutzen die direkte Buchung: einfach Datum auswählen, Halb- oder Ganztag und los geht´s. Alles andere übernehmen wir für Sie.

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27. Okt |
Steiermark
Veranstalter: Nationalpark Gesäuse GmbH

Die Parkplätze im Nationalpark Gesäuse sind kostenpflichtig (Tagesticket € 7,00). Nähere Informationen zu den Parkplätzen sind hier zu finden. Allgemeine Informationen zur Anreise in den Nationalpark Gesäuse stehen hier zur Verfügung.

Für die Anreise zu unseren Veranstaltungen empfehlen wir öffentliche Verkehrsmittel. Alternativ kann im Sommerhalbjahr das Gesäuse Sammeltaxi (+43 3613 21000 99) genutzt werden.

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Unsere Führungen und Angebote stehen allen Menschen offen. Sollte für eine barrierefreie Teilnahme eine besondere Form der Unterstützung erforderlich sein, wird um frühzeitige Kontaktaufnahme gebeten.

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität wird für diese Veranstaltung ein Rollstuhl mit Zuggerät (Swiss Trac) kostenlos zur Verfügung gestellt (Voranmeldung erforderlich).

Die Bezahlung erfolgt bequem per Kreditkarte oder Direktüberweisung.

Auf Wunsch ist auch eine Zahlung nach Rechnungserhalt möglich - hierfür genügt eine kurze Kontaktaufnahme.

 

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Unsere Nationalpark Ranger:innen machen diese exklusive Führung zu einem maßgeschneiderten Naturerlebnis!

Wieso sieht der Wald hier so wild aus? Und was genau macht diesen unscheinbaren blauen Käfer besonders? Bei dieser individuell gestalteten Führung greifen die Ranger:innen diese und viele weitere Fragen auf und setzen gewünschte Schwerpunkte.

Das Infobüro in Admont vermittelt gerne erfahrene Nationalpark Ranger:innen. Anfragen sind telefonisch unter +43 (0)3613 / 21160-20 oder per E-Mail an info@nationalpark-gesaeuse.at möglich. Alternativ steht eine einfache Direktbuchung zur Verfügung: Datum auswählen, Halb- oder Ganztag festlegen – die gesamte weitere Organisation übernimmt der Nationalpark.

Die Buchungsabwicklung und Bezahlung erfolgen über das Infobüro des Nationalparks Gesäuse in Admont.

Ergänzend dazu bieten Gesäuse Partner der Kategorie „Outdoor Anbieter“ ein vielfältiges Programm an individuellen Touren und Erlebnissen – von Rafting, Kletter- und Wandertouren bis hin zu Schitouren im Winter.

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Panoramarundfahrt im Nationalpark Gesäuse
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